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Tür- und Fenstersicherung – Testergebnisse

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Türen einbruchsicher machen
Türsicherungen im Test

Einbrecher stehen gewöhnlich unter gewaltigem Zeitdruck. Das Eindringen in Haus oder Wohnung muss in Sekunden erfolgen, noch bevor wachsame Nachbarn aufmerksam werden. Der wirksamste Schutz dagegen sind mechanische Sicherungsmaßnahmen an Fenstern und Türen, die den Einbruch zwar nicht völlig ausschließen, den Zeitrahmen aber derart ausdehnen, dass das Risiko für den Täter nicht mehr tragbar ist und er seinen Versuch deshalb abbricht.

Entsprechend wichtig ist die Qualität und das Konstruktionsprinzip der Sicherungselemente. Ein Test der Stiftung Warentest hat sich die mechanischen Schutzengel näher angesehen und auf Herz und Nieren geprüft. Lesen Sie in diesem Artikel, worauf es bei einem Test von Tür– und Fenstersicherungen ankommt, und was Stiftung Warentest herausgefunden hat.

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Die sieben beliebtesten Sicherungen

Die Art der Sicherungsmaßnahme hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Für jede erdenkliche Bauart bei Fenstern und Türen gibt es geeignete Sicherungsvorkehrungen, die den Einbruchsversuch derart behindern, dass er in der Regel abgebrochen wird. Das zumindest ist das theoretische Produktversprechen.

Ob die Praxis hält, was das Angebot verspricht, kann nur ein praxisnaher Test unter Echtbedingungen erweisen. Stiftung Warentest hat in ihren Testlabors die Voraussetzungen mit konkret installierten Sicherungen nachgestellt und Belastungstests durchgeführt. Dabei kam es den Testern nicht nur auf die Eignung der eingesetzten Materialien und das konstruktive Prinzip an, sondern auch auf den Aufwand bei der Montage und die Handhabung. Diese Sicherungssysteme hat sich das Testinstitut vorgenommen:

Querriegelschloss

Das ist die häufigste nachträglich angebrachte Sicherungsmaßnahme für die Wohnungs- oder die Haustür. Ein massiver Querriegel mit Schloss wird innen an der Tür angebracht und fährt beim Schließen auf beiden Seiten Sperrzungen aus. In die Türfüllung eingelassene Schließkästen nehmen die Zungen auf und sichern damit sowohl die Öffnungsseite als auch die Scharnierseite. Damit bieten sie fast unüberwindlichen Aufbruchschutz.

Ein weiteres Testkriterium ist das Vorhandensein eines Sperrbügels. Er erlaubt es, die Tür auch bei geschlossenem Riegel einen Spaltbreit zu öffnen, ohne dabei den Sicherheitsstandard des Riegels einzuschränken.

In ihrem Testbericht weist Stiftung Warentest darauf hin, dass der Schließzylinder, der von beiden Seiten erreichbar ist, an der Außenseite eine Zylinderabdeckung aufweisen muss, damit er nicht herausgezogen oder aufgebohrt werden kann.

Vertikalstangenschloss

Besteht die Eingangstür aus zwei Flügeln – wie das oft in Altbauten der Fall ist – ist die Montage eines Querriegelschlosses nicht möglich. An seine Stelle tritt dann ein vertikal ausgerichtetes Stangenschloss, das in der Nähe der Öffnungsseite an der Tür angebracht wird und dessen Zungen von Schließkästen in Boden und Decke aufgenommen werden. In der Regel sind zwei Stangenschlösser erforderlich – je eines pro Flügel.

Der Nachteil bei Vertikalstangenschlössern: Sie sichern nur die Öffnungsseite der Türflügel. Für eine beidseitige Sicherung sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich (siehe nächster Punkt).

Bandsicherung

Bandsicherungen stabilisieren – wie der Name schon vermuten lässt – die Türbänder, auch Türscharniere genannt. Die Rotationsseite der Tür ist aus dem Blickwinkel der Einbruchsicherung ein Schwachpunkt: Hier gibt es nur zwei relativ kleine und nicht sehr widerstandsfähige Elemente, die die Tür mit dem Rahmen verbinden.

Dieser Umstand ist für erfahrene Einbruchsprofis ein verlockendes Ziel. Vielfach erfolgt der Aufbruch auf der Bandseite, besonders dann, wenn von außen Sicherheitsbeschläge am Türschloss sichtbar sind. Ohne zusätzliche Sicherung der Scharniere macht eine umfassende Sicherung der Eingangstür daher wenig Sinn.

Bandsicherungen stabilisieren die Scharniere gegen Aufbruch, indem sich beim Schließen der Tür Metallstifte in passenden Aussparungen im Türrahmen verankern. Stiftung Warentest hat beide Konstruktionstypen getestet, die bei Bandsicherungen vorkommen: Modelle, die in den Türfalz eingelassen sind, und solche, die auf das Türblatt aufgeschraubt werden. Bandsicherungen sollten an mehreren Stellen im Mauerwerk verankert werden, damit sie nicht zusammen mit dem Scharnier ausgehebelt werden können.

Türschild

Das ist die Sicherungsmaßnahme, die auch der Abschreckung dient. Von außen sichtbar, vermittelt Sie ungebetenen Gästen die Botschaft: Dieses Schloss kann nicht herausgezogen, abgedreht, abgebrochen oder durchschlagen werden. In vielen Fällen genügt das schon, um Einbrecher nachhaltig zu demotivieren.

Zu den Testkriterien bei Türschildern gehörte für Stiftung Warentest das Vorhandensein der Sicherungsstufe ab mindestens ES 1 nach DIN 18257, vorzugsweise mit Zylinderabdeckung. Diese drei Eigenschaften mussten die Testkandidaten mindestens aufweisen: gefertigt aus massivem Metall, kein Überstehen des Schließzylinders auf der Außenseite, Verschraubung des Schilds an der Innenseite.

Fenstergriffe

Fenstergriffe einbruchsicher machen - Das sagt Stiftung Warentest dazu
Fenstergriffe einbruchsicher machen - Das sagt Stiftung Warentest dazu

Die Basiseigenschaft eines Fenstergriffs in einem gesicherten Umfeld ist die Möglichkeit, ihn abzuschließen. Das verhindert, dass der Griff nach dem Einschlagen des Glases von außen geöffnet werden kann. [Den logischen Denkfehler, warum der Einbrecher nicht einfach durch das eingeschlagene Fenster einsteigt, kann auch Stiftung Warentest nicht auflösen.]

In der Regel sind abschließbare Fenstergriffe keine Einzelmaßnahme, da sie das Fenster oder die Balkontür nicht gegen das Aufhebeln absichern. Sie werden meist im Verbund mit anderen Maßnahmen eingesetzt.

Rahmensicherung

Das ist die Vorrichtung, die am häufigsten in Kombination mit abschließbaren Fenstergriffen zum Einsatz kommt. Rahmensicherungen werden sowohl an der Öffnungsseite als auch an der Scharnierseite angebracht und lassen jeden Aufbruchversuch zum unkalkulierbaren Risiko werden. Einige Modelle für die Öffnungsseite sind zusätzlich mit Schlössern versehen.

Laut Stiftung Warentest empfiehlt die Polizei bei kleinen Fenstern mindestens zwei, bei großen Fenstern mindestens vier Rahmensicherungen, jeweils in Kombination mit abschließbaren Fenstergriffen.

Stangenverriegelung

Diese Sicherungsvorrichtung erinnert an das Vertikalstangenschloss für Eingangstüren. Es wird statt des Fenstergriffs direkt an den Fensterrahmen montiert und verankert ihn nach dem Schließen oben und unten im Fensterrahmen oder in Rahmen und Boden bei der Balkontür.

Bei den Funktionsprüfungen hat Stiftung Warentest besonderen Augenmerk darauf gelegt, dass die Stangenverriegelung optimal an die Fensterhöhe anpassbar ist und das Fenster oder die Balkontür sich nach der Montage der Schließkästen noch reibungslos öffnen und schließen lassen.

Fördermöglichkeiten

Förderung durch die KfW
Förderung durch die KfW

Die Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Förderung von Maßnahmen zur Einbruchshemmung sind Stiftung Warentest einen eigenen Infokasten wert. Demnach ist die Zuschusshöhe von der geleisteten Investition abhängig:

Generell fördert die KfW Maßnahmen zwischen 500 und 15.000 Euro. Für die ersten 1.000 Euro gibt es laut Stiftung Warentest 20 Prozent Zuschuss, für jeden weiteren investierten Euro 10 Prozent.

Maßnahmen bei Neubau oder Umbauten

Stiftung Warentest weist darauf hin, dass nachträgliche Sicherungsmaßnahmen nicht den Standard erreichen können, der sich beim Neubau oder Umbau in Haus und Wohnung erzielen lässt. In solchen Fällen sind optimal aufeinander abgestimmte Lösungen möglich, die zwar teurer, dafür aber auch besser sind – alles aus einem Guss eben. Kommen von Anfang an einbruchhemmende Türen und Fenster zum Einsatz, lässt sich auf diese Weise Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3 nach DIN 1627 herstellen.

Mietern empfiehlt Stiftung Warentest, sich vor jeder Maßnahme mit dem Vermieter abzusprechen. Ungenehmigte Maßnahmen können beim Auszug ins Geld gehen: Verlangt der Vermieter den Rückbau, kann das im Ernstfall den Austausch von Fenstern und Türen bedeuten, wenn die Einbruchsicherung daran zu deutliche Spuren hinterlassen hat.

Testergebnisse von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat zwei Wertungsgruppen gebildet – jeweils eine für die Türsicherung und die Fenstersicherung.

Bei den Querriegelschlössern ist der Testsieger mit dem Prädikat “Sehr gut” und einer Gesamtnote von 1,4 das Abus PR2700. Die folgenden Plätze nehmen das Econ SBR und drei Modelle von Ikon ein – alle mit dem Prädikat “Gut” und Noten zwischen 1,7 und 1,9.

Bei den Vertikalstangenschlössern kommt nur das Econ VSBR mit dem Prädikat “Gut” und der Note 1,7 in die Wertung.

Bei den Bandsicherungen gibt es zwei Testsieger mit dem Prädikat “Sehr gut”: Die Ikon 9M08 und die Abus TAS 112, wobei die Ikon mit der Note 1,2 vor der Abus mit 1,3 hauchdünn in Führung geht.

Bei den Türschilden schafft es nur das Abus HLZS mit dem Prädikat “Gut” und der Note 2,0 in die Wertung.

Bei den Rahmensicherungen für Fenster geht die Abus FO 400 mit dem Prädikat “Sehr gut” und der Note 1,5 in Führung, gefolgt von der Abus FTS 206 mit “Gut” und der Note 1,7 und der Burg Wächter WX 4 W SB, ebenfalls mit Prädikat “Gut” und der Note 1,8.

Bei den Stangenverriegelungen erreicht als einziger Vertreter die Deni SVG das Prädikat “Gut” und die Note 2.0.

Und schließlich noch die abschließbaren Fenstergriffe: Auch hier gibt es nur einen Vertreter – den Hoppe Atlanta Secu100 + Secustik mit Prädikat “Gut” und Note 2,3.

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