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Einbruchschutz für Türen – Das sollten Sie beachten.

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Angeblich kommen die meisten Einbrecher durchs Fenster – zumindest in Einfamilien– und Reihenhäusern. Das ist allerdings nicht mehr als ein verbreitetes Vorurteil, basierend auf dem Irrglauben, dass normale Haus– und Wohnungstüren Einbruchsversuchen mehr Widerstand entgegensetzen als Fenster.

Das Gegenteil ist der Fall: Eine nicht gesicherte Tür wird von einem Profi in einer bis zwei Sekunden geöffnet – so schnell ist kein Fenster überwunden. Grund genug, dem Hauptzugang zum eigenen Heim in puncto Sicherheit erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Allerdings sollten auch die Fenster weiteren Sicherheitsmaßnahmen unterliegen, damit das eingangs erwähnte Vorurteil nicht Wirklichkeit wird.

Die strategischen Schwachstellen ausmerzen

Haustür einbruchsicher machen
Haustür mit Glaselementen

Herkömmliche Eingangstüren – besonders wenn sie aus preiswerter Massenfertigung stammen – bieten jedem Einbrecher eine bunte Palette an Angriffspunkten. Manche Exemplare erscheinen so schwach auf der Brust, dass der Eindruck entsteht, sie könnten bereits durch kräftiges Rammen aufgebrochen werden.

Um eine Eingangstür auf wirksame Weise einbruchsicher zu machen, sind in der Regel mehrere Maßnahmen nötig, die gemeinsam wirken. Das Ziel muss sein, alle Schwachstellen zu beseitigen. Bleibt nur eine übrig, findet der Einbrecher sie in wenigen Sekunden.

Das Ziel wirksamer Einbruchsicherung an Eingangstüren ist es nicht, die absolut unüberwindliche Tür zu schaffen – das ist mit für den Wohnungsbau erhältlichen Mitteln nicht möglich. Es geht darum, Zeit zu gewinnen. Einbrecher stehen unter enormem Zeitdruck: Sie müssen in die Wohnung eindringen, bevor sie Aufmerksamkeit erregen.

In der Regel geben sich Einbrecher für die Eindringphase maximal eine Minute – ist die Tür oder das Fenster bis dahin nicht überwunden, wird der Einbruchsversuch abgebrochen.

Das Ziel effektiver Türsicherung ist es also, Einbruchsversuchen so lange zu widerstehen, bis die Eindringphase verstrichen ist. Idealerweise sendet eine gut gesicherte Tür optische Signale an den Einbruchprofi aus, die ihm signalisieren, dass jeder Versuch sinnlos ist. Das erspart Ihnen Beschädigungen an der Türaußenseite.

Als Mieter mit dem Vermieter sprechen

Da eine gute Türsicherung die Tür auch optisch verändert, sollten Sie als Mieter vor dem Einbau das Einverständnis Ihres Vermieters einholen.

Übrigens: Auch Wohnungseigentümer sind nicht völlig frei in ihren Entscheidungen – besonders in Mehrfamilienhäusern. Ändert sich die Optik an der Außenseite der Tür, kann das den Richtlinien der Eigentümergemeinschaft widersprechen. Auch heute noch kommt bei vielen deutschen Immobilieneignern der auf einem strikten Ordnungsbegriff basierende Einheitslook im Treppenhaus deutlich vor der Einbruchsicherheit. Da ist dann intensive Überzeugungsarbeit angesagt.

Im Herzen der Tür: das Einsteckschloss

einbruchsicheres Türschloss
Türschloss

Die komplette Schließeinheit ist in einem flachen Gehäuse untergebracht, das in die Tür eingesteckt und an der Türkante verschraubt wird. Wenn der Sicherheitsstandard dieses zentralen Elements nicht ausreicht, sind alle weiteren Maßnahmen vergebens.

Das Einsteckschloss sollte mindestens Widerstandsklasse 3 aufweisen, geprüft nach DIN 18251 Teil 1. Wenn Sie die Sicherungsmaßnahmen selbst durchführen, müssen Sie beim Kauf des Einsteckschlosses einige Richtwerte beachten:

Die Öffnungsrichtung legt fest, auf welcher Seite sich die Tür öffnet. Das ist von Bedeutung, weil eine Eingangstür außen und innen unterschiedliche Funktionalitäten aufweist: Innen soll sie wie eine Zimmertür per Klinke geöffnet werden können. Außen soll sie sich durch Zuziehen verschließen. Wenn die Öffnungsrichtung nicht stimmt, funktioniert das genau andersherum.

Das Entfernungsmaß muss mit den entsprechenden Dimensionen der Tür übereinstimmen. Es beschreibt den Abstand zwischen dem Drehpunkt des Schließzylinders und dem Vierkant des Einsteckschlosses. Hier gibt es in Deutschland vor allem die beiden Abstände 72 und 92 Millimeter. Stimmt das Maß nicht mit der Tür überein, können Sie den Schließzylinder nicht einstecken.

Die Einstecktiefe beschreibt die Distanz zwischen der Türaußenseite und der Ebene, auf der sich der Riegel dreht. Sie muss mit der Dicke der Tür übereinstimmen, damit der Schließzylinder seine Arbeit tun kann.

Schließzylinder: der Hauptangriffspunkt

Die meisten Aktivitäten von Einbrechern an Eingangstüren richten sich gegen den Schließzylinder. Je nach Bauart der Tür versuchen die Eindringlinge hier, den Zylinder herauszuziehen, ihn aufzubohren oder feinmechanisch zu überwinden (Lock Picking).

Allen drei Angriffsvarianten widersteht am besten ein entsprechend ausgestatteter Profilzylinder. Entsprechend seiner Bedeutung beim Einbruchschutz sollte er gleich zwei DIN-Normen entsprechen: DIN 18252, zuständig für Profilzylinder für Türschlösser und DIN EN 1303 für Schließzylinder für Schlösser.

Gerade beim Schließzylinder sollten sie nicht am falschen Fleck sparen. Der Zylinder sollte mindestens Widerstandsklasse 2 aufweisen. Besser noch wären Klasse 3 oder 4, um auch gegen jeden Aufbohrversuch oder das feinmechanische Öffnen gewappnet zu sein.

Schutzbeschlag: damit jeder Versuch sinnlos wird

einbruchsicherer Türbeschlag
Türbeschlag

Der Schutzbeschlag hat zwei Aufgaben: zum einen das Abdecken der gesamten Schließeinheit, zum anderen den Schutz des Schließzylinders. Entsprechend besteht ein guter Schutzbeschlag aus einem einzigen Metallstück, das auch den Türknauf einschließt.

Der Beschlag muss dick genug sein, um den Schließzylinder bündig einzufassen – mit anderen Worten: Der Schließzylinder darf nicht über den Beschlag hinausragen. Nur so ist der Zylinder davor sicher, aus der Tür gezogen zu werden.

Ein weiteres wesentliches Kriterium ist die Verschraubung. Sie muss von innen erfolgen, damit an der Türaußenseite keine Schrauben sichtbar sind. Einbrecher, die einen derartigen Beschlag zu Gesicht bekommen, verzichten in der Regel auf jeden Versuch, die Tür zu öffnen – oder sie hoffen, dass die Schutzmaßnahmen nicht komplett sind. Wie bereits erwähnt: Nur, wenn alle Maßnahmen konsequent durchgeführt werden, ist der Einbruchschutz komplett.

Schließblech: der entscheidende Stabilisator

Das stabilste Einsteckschloss und der widerstandsfähigste Schließzylinder helfen wenig, wenn das Brecheisen auf der anderen Seite des Schlosses – in der Zarge – keinen ernsthaften Widerstand findet. Diese Sicherungsaufgabe übernimmt das Schließblech.

Der in der Türzarge untergebrachte Beschlag nimmt sowohl den Schnappriegel auf, der beim Zuziehen der Tür durch die entsprechende Aussparung einrastet, als auch den Sperrriegel, der durch das Drehen des Schlüssels ausfährt.

Das aus Metall gefertigte Schließblech bietet ausreichenden Widerstand gegen jeden Öffnungsversuch. Der Schwachpunkt besteht in der Art, wie das Blech mit der Zarge verbunden wird. Einfaches Anschrauben genügt hier nicht. Eine stabile Fixierung erfordert diagonale Verschraubungen, die bis ins Mauerwerk reichen.

Querriegelschloss: Zusatzsicherung von innen

Wer dem Frieden trotz aller getroffener Maßnahmen noch immer nicht traut, kann an der Innenseite der Tür eine zusätzliche Sicherung anbringen, die ihre Inspiration aus den Schließmechanismen mittelalterlicher Burgen bezieht: ein massiver, horizontal an der Türinnenseite angebrachter Beschlag fährt beim Zuschließen links und rechts stabile Riegel aus. Sie finden in Schließkästen Platz, die in das Mauerwerk der Türaussparung eingelassen sind.

Da das Querriegelschloss auch von außen erreichbar sein muss, gibt es – zusätzlich zum Sicherheitsbeschlag – eine weitere eindringliche Botschaft an jeden noch so entschlossenen Einbrecher ab. Die Schlüsselrosette zeigt deutlich an, dass hier ohne Einsatz eines Rammbocks wenig auszurichten ist.

Zusatzschloss: die sanfte Variante

Wer auf zusätzliche Sicherheit über die üblichen Maßnahmen hinaus Wert legt, sich aber mit der brachialen Optik eines Querriegelschlosses nicht anfreunden kann, ist mit einem Zusatzschloss gut beraten. Die ergänzende Sicherheitsmaßnahme wird meist in Brusthöhe als Kastenschloss auf dem Türblatt montiert, wobei der entsprechende Schließkasten auf der Türzarge Platz findet.

Sowohl beim Querriegelschloss als auch beim Zusatzschloss kommt eine zusätzliche Schließeinrichtung zum Einsatz, also auch ein zusätzlicher Schließvorgang. Um die Dinge nicht unnötig kompliziert zu machen, empfiehlt sich die Wahl des Herstellers, der auch das Hauptschloss geliefert hat. Das erlaubt den Einsatz gleichschließender Schlösser und damit nur eines Schlüssels.

Bändersicherung: damit der Schutz komplett ist

Die Absicherung des Schlossbereichs ist nur eine Seite der Medaille. Alle Bemühungen führen zu nichts, wenn sich der Einbrecher auf der anderen Seite durch Überwindung der Bänder – auch Scharniere genannt – Zugang zur Wohnung oder zum Haus verschaffen kann.

Die Absicherung der Türbänder ist eine technisch aufwendige Maßnahme. Sie sollte möglichst nur von einem kompetenten Fachbetrieb vorgenommen werden. Dann allerdings ist der Schutz wirklich komplett.

Die Bändersicherung wird auf der Seite der Tür montiert, an der die Scharniere sichtbar sind – meist innen. Sie bietet zuverlässigen Schutz gegen das Aufhebeln der Tür. Gute Modelle weisen einen Druckwiderstand von mehr als einer Tonne auf.

Glasscheiben: das letzte Schlupfloch

Glaselemente mit Sicherheitsfolien einbruchsicher machen
Glaselemente an Tür und Eingangsbereich

Viele Design-Eingangstüren weisen Glassegmente auf, um die normalerweise fensterlose Diele mit Licht zu versorgen. Aufwendige Modelle verfügen über verglaste Seitenteile, die noch mehr Angriffsflächen bieten.

Es führt nicht weit, eine Eingangstür mit allen nur erdenklichen Mitteln einbruchsicher zu machen, um dann den Einbrecher regelrecht dazu einzuladen, sich durch einfaches Einschlagen einer Glasscheibe den Durchgriff zur Innenseite der Tür zu eröffnen. Das macht das Abschrauben des Schutzbeschlags möglich und damit den direkten Angriff auf das Schloss.

Eine wirksame Maßnahme gegen das Einschlagen von Glasscheiben bieten Sicherheitsfolien. Sie werden innen auf die Glasscheibe geklebt und verleihen der Scheibe dadurch Widerstandskraft auch gegen heftige Vorschlaghammer-Angriffe.

Damit der Schutz zuverlässig gewährleistet ist, sollten Sie nur Folien nach DIN EN 356 einsetzen, die mindestens Widerstandsklasse P2A aufweisen. Zugegeben – die Scheibe ist nach einem Einbruchsversuch hin, aber der Zutritt zu Haus oder Wohnung wurde erfolgreich abgewehrt. Das ist den Aufwand auf jeden Fall wert.

Altbautüren erfordern Feingefühl

Altbautüren
Eingangstüren in Altbauhäusern

Eingangstüren in Altbauhäusern lassen sich nicht einfach durch moderne Schutzmaßnahmen ausrüsten. Zum einen entsprechen die Türmaße vielfach nicht den Normen moderner Bauteile, mit dem lapidaren Ergebnis, dass sie schlichtweg nicht passen.

Darüber hinaus gelten in liebevoll restaurierten Treppenhäusern besondere ästhetische Vorgaben. Eine mit schönen Schnitzereien versehene Tür mit einem massiven, modernen Schutzbeschlag auszustatten, ist in etwa so passend wie ein Kampfanzug auf dem Wiener Opernball. Hier sind andere Maßnahmen gefragt.

In der Regel lassen sich Altbautüren am besten durch Stangenschlösser sichern, die innen an der Tür angebracht werden, so wie beispielsweise das TSS550 von Abus, das speziell für handwerklich gefertigte Türen konzipiert wurde.

Ein Stangenschloss besteht aus einem innen an der Tür angebrachten Schlosskasten, aus dem nach oben und unten Stangen herausführen. Beim Zuschließen rasten die Stangen in entsprechende Schließkästen in Boden und Decke ein und verhindern damit zuverlässig das Aufbrechen.

Das Stangenschloss lässt sich sowohl von innen als auch von außen betätigen. Damit ist der gleiche Sicherheitsstandard erreichbar wie bei modernen Schließanlagen. Einzige Einschränkung: Das Stangenschloss ist eine zusätzliche Schließanlage, also sind für das versicherungstechnisch korrekte Verschließen zwei Schließungen erforderlich: einmal am normalen Türschloss, einmal am Stangenschloss. Stammen Türschloss und Stangenschloss vom gleichen Hersteller, lässt sich zumindest die Anzahl der Schlüssel verringern. Wenn sie gleichschließende Zylinder einsetzen, benötigen Sie für die Eingangstür wie bisher nur einen Schlüssel.

Fazit

Die wirksame Sicherung von Eingangstüren ist nur durch ein kombiniertes Maßnahmenpaket herstellbar. Neben dem Einsteckschloss und dem Schließzylinder kommt es dabei vor allem auf den passenden Schutzbeschlag und die Absicherung der Türbänder an, um die Tür von allen Seiten einbruchsicher auszustatten. Zusätzlichen Schutz bieten Querriegelschlösser oder ihre kleinen Verwandten, die Zusatzschlösser. Kunstvoll gestaltete Altbau-Türen lassen sich durch Stangenschlösser sichern. Als Einschlagschutz für Glaselemente eignen sich spezielle Sicherheitsfolien.
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