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Kabelgebundene Alarmanlagen – Vorteile und Nachteile

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Alarmanlage mit Überwachungskamera und Smart Home
Alarmanlage mit Überwachungskamera und Smart Home
Wer sich mit der Anschaffung einer Alarmanlage befasst, wird schon nach einer kurzen Zeit der Recherche feststellen, dass man 2 Produktgruppen unterscheidet: kabelgebundene Alarmanlagen und Funkalarmanlagen.
Was das bedeuten soll, erschließt sich aus der Bezeichnung: Bei den Kabelanlagen sind die Komponenten per Draht mit der Zentrale verbunden, bei den Funkanlagen läuft die Verbindung über Funk.
Alarmanlage mit Videoüberwachung
Alarmanlage mit Videoüberwachung
Wegen der kostenbezogenen Vorteile sind heute überwiegend Funkalarmanlagen im Einsatz. Doch das bedeutet keinesfalls das Ende der kabelgebundenen Anlagen – im Gegenteil: Eine Reihe schlagkräftiger Vorteile spricht für diesen Bautyp – wenn die Voraussetzungen stimmen. Hier erfahren Sie, was es mit den kabelgebundenen Alarmanlagen auf sich hat.

Kabelgebundene Alarmanlagen - Hohe Kosten versus hohe Betriebssicherheit

Alarmanlage mit Sirene
Alarmanlage mit Sirene

Um die Sinnhaftigkeit der Anschaffung einer kabelgebundenen Alarmanlage richtig bewerten zu können, ist zunächst einmal grundlegendes Wissen über die Struktur einer Alarmanlage erforderlich - die ist bei beiden Bautypen nämlich identisch. Grundsätzlich besteht eine Alarmanlage, wie sie typischerweise in Häusern oder großen Wohnungen zum Einsatz kommt, aus diesen Funktionsgruppen:

  • Zentrale, auch Basisstation genannt
  • Aktoren
  • Reaktoren

Wie Sie sich denken können, laufen in der Zentrale alle Funktionen für Überwachung und Abwehrmaßnahmen zusammen. Ihre Informationen über unautorisierte oder gefahrvolle Vorgänge erhält die Zentrale von den Reaktoren, also Komponenten, die auf Vorgänge in und um das Haus reagieren. Aus den gewonnenen Informationen erarbeitet die Zentrale Handlungsanweisungen, die sie dann an die Aktoren weiterleitet.

Infrarotsensor
Infrarotsensor

Reaktoren sind beispielsweise:

  • Erschütterungssensoren an Türen und Fenstern
  • Bewegungsmelder
  • Infrarotsensoren
  • Rauchmelder
  • Wassermelder
  • Überwachungskameras

Aktoren sind unter anderem:

  • Sirenen
  • Lichtanlagen
  • GSM-Telefonmodule zum Absetzen von Notrufen
  • WLAN-Anschlüsse für den Internetzugang (teilweise auch Reaktoren)

Damit die Zentrale Informationen mit allen Aktoren und Reaktoren austauschen kann, muss von jedem eine eigene Verbindung zur Zentrale bestehen. Diese kann, wie bereits erwähnt, über Kabel oder Funk erfolgen. Und genau das macht den Unterschied aus.

Der bauliche Aufwand ist erheblich

Alarmanlage mit Überwachungskameras
Alarmanlage mit Überwachungskameras

Was es bedeutet, eine kabelgebundene Alarmanlage in ein bereits bestehendes Gebäude zu integrieren, ist leicht nachvollziehbar. Wenn das Haus nicht gerade mit einer vollständigen Ausrüstung an Unterputz-Kabelschächten versehen ist – was bei Privathäusern wohl eher die Ausnahme darstellt – müssen die Kanäle neu gesetzt werden, und zwar jeder einzelne zwischen Zentrale und der jeweiligen Komponente.

Natürlich ließe sich die Verkabelung auch auf Putz durch offen verlegte Kabel oder Aufputz-Kabelschächte realisieren. Eine professionelle und wirklich zuverlässige Lösung ist das allerdings nicht. Offen zugängliche Kabel können zu leicht beschädigt oder von unautorisierter Seite manipuliert werden. Sicherheit sieht anders aus.

Was eine Baumaßnahme zur nachträglichen Installation einer auf Kabel basierenden Alarmanlage für die Bewohner bedeutet, veranschaulicht ein Blick auf den Arbeitsablauf:

Zunächst muss über die gesamte Distanz zwischen Komponente und Zentrale ein Kanal in Wände und – falls notwendig – Decken geschlagen werden. Das ist ein massiver Eingriff in das Alltagsleben: Vielfach ist der Einsatz eines Presslufthammers unausweichlich, was neben der Lärmbelastung eine intensive Staubentwicklung im ganzen Haus zur Folge hat.

Dann folgt das Einsetzen der Kabelkanäle. Schließlich muss der aufgestemmte Schacht wieder verputzt werden. Jetzt folgt die Trocknungsphase – meist eine bis zwei Wochen – dann geht es ans Abschleifen (weitere Staubentwicklung) und das Streichen oder Tapezieren der Wände. Und das, wohlgemerkt, für jede einzelne Komponente.

Kabelgebundene Alarmanlage: sinnvoll bei Neubauten

Neubau eines Hauses
Neubau eines Hauses

In der Regel wird sich der nachträgliche Einbau einer kabelgebundenen Alarmanlage nicht lohnen – der Aufwand, die Beeinträchtigungen und die zusätzlichen Kosten sind einfach nicht verhältnismäßig.

In solchen Fällen ist eine Funkalarmanlage meist die vernünftigere Lösung. Anders sieht das allerdings bei Neubau eines Hauses aus. Hier kann die Verkabelung bereits in den Bauplan mit einbezogen werden. Auf diese Weise lässt sich die Maßnahme im Rahmen der Elektroinstallation ohne erheblichen Kostenmehraufwand umsetzen.

Überwachungskamera
Überwachungskamera

Dennoch bleibt der auf Kabel basierende Bautyp immer die aufwändigere Variante. Das wird spätestens bei einer eventuellen Erweiterung der bestehende Anlage deutlich – wenn beispielsweise weitere Kameras oder Bewegungsmelder dazukommen. In diesen Fällen kommen Sie um massive Baumaßnahmen auch bei einer bereits eingebauten Anlage nicht herum – es sein denn … aber davon später mehr.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, beim Neubau eines Hauses auf eine kabelgebundene Anlage zu setzen. Technisch ist sie die Variante mit der höheren Betriebssicherheit, ohne dass durch ihre Installation erhebliche zusätzliche Kosten entstehen. Auf was Sie dabei achten sollten, ist eine vernünftige Planung, die am besten durch einen kompetenten Fachbetrieb in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten erfolgen sollte. Das bewahrt Sie später vor nachträglichen Baumaßnahmen, denn was die bedeuten, wissen Sie ja mittlerweile.

Hybrid-Alarmanlage: die Quadratur des Kreises

Beratung für ein Alarmsystem
Beratung für ein Alarmsystem

Die unangenehme Situation, eine beim Neubau des Hauses installierte, kabelgebundene Alarmanlage nachträglich zu erweitern, lässt sich durch einen Trick umgehen. Statt in umfangreiche Baumaßnahmen einzusteigen, können die neuen Komponenten per Funk in die Anlage integriert werden.

In diesem Fall haben Sie eine Hybrid-Anlage, die sowohl aus Kabelkomponenten als auch aus Funkkomponenten besteht. So ergibt sich eine Lösung, die sowohl die Vorteile beider Bautypen aufweist als auch ihre Nachteile.

Ob Sie lieber die Einschränkungen bei der Betriebssicherheit hinnehmen wollen, um den Baumaßnahmen aus dem Weg zu gehen, oder ob sie umgekehrt lieber den Baustress erdulden, um die hohe Betriebsstabilität zu erhalten, bleibt letztendlich Ihrer Bedarfslage und – nicht zuletzt – dem Zustand Ihrer Nerven überlassen.

Alarmanlage per Kabel – pro und contra

Wie fast alles im Leben, hat auch eine kabelgebundene Alarmanlage ihre Vorteile und Nachteile, wobei die Bewertung in hohem Maße subjektiv ist. Es kommt einfach darauf an, was Ihnen besonders wichtig ist. Hier ein kleiner Überblick:

Vorteile einer Kabelanlage:

  • Geringer Wartungsaufwand
  • Sichere Informationsübertragung in geschützten Leitungen
  • Permanente Stromversorgung, meist über das Signalkabel

Nachteile einer Kabelanlage:

  • Bei nachträglichem Einbau erheblicher baulicher Aufwand
  • Nachträgliche Erweiterungen sind aufwendig und kostenintensiv
  • Bei angemietetem Haus: Zustimmung des Vermieters erforderlich

Fazit

Alarmanlage mit wlan Modul
Alarmanlage mit wlan Modul

Eine kabelgebundene Alarmanlage ist wegen des hohen baulichen Aufwands und den damit verbundenen Beeinträchtigungen und Kosten meist nur beim Neubau eines Hauses sinnvoll. Dann aber kann dieser Bautyp seine Stärken ausspielen: geschützte Signalwege, die so gut wie nicht beschädigt oder manipuliert werden können und die ständige Stromversorgung der Komponenten.

Nachteilig wirkt sich vor allem aus, dass jeder weitere Ausbau wieder eine umfangreiche bauliche Maßnahme erfordert, es sei denn, die Anlage wird um Funkkomponenten erweitert.

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